2014

2010 hat die Forschungsbibliothek Gotha mit der Reihe „Perthes im Gespräch“ ein Veranstaltungsformat begründet, das einmal im Quartal über neueste Ergebnisse in der Erschließung, Erhaltung und Erforschung der Sammlung Perthes Gotha berichtet. Auch in diesem Jahr stehen vier spannende Gesprächsabende in den Monaten März, Juni, September und Dezember auf dem Plan.

Zu den folgenden Terminen wird es auch 2014 wieder die Veranstaltungsreihe „Perthes im Gespräch“ geben:

Mittwoch, 10.12.2014: Weihnachtslesung

1 | 2014: 19. März 2014 – „Der Nachlass des Afrikaforschers Georg Schweinfurth“

Claudia Gunkel, Master-Studentin an der Universität Erfurt, Sven Ballenthin und Dr. Petra Weigel werden diesmal den kürzlich erschlossenen Nachlass des Afrikaforschers, Ethnographen, Botanikers und Geographen Georg Schweinfurth (1836–1925) vorstellen. Beginn ist um 18.15 Uhr im Herzog-Ernst-Kabinett der Bibliothek auf Schloss Friedenstein. Der Eintritt ist frei.

2 | 2014: 25. Juni 2014 – „Perthes im Gespräch“ befasst sich mit Spruner-Menke-Nachlass

Der Leutnant, Schriftsteller und Kartograf Karl Spruner von Merz (1803─1892) war der Schöpfer einer Folge von Geschichtsatlanten, die ab 1837 im Verlag Justus Perthes erschien. Diese Marksteine der historisch-thematischen Geografie wurden seit den 1860er-Jahren von dem Altphilologen und Geografen Theodor Menke (1819─1892) überarbeitet und weitergeführt. Die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckende Zusammenarbeit beider Gelehrter mit dem Perthes Verlag hat sich in einem umfangreichen, mehr als 1000 Blatt umfassenden Nachlass in der Sammlung Perthes erhalten. Diese für die Geschichts- und Raumwissenschaften bedeutende, in der Forschung bisher kaum wahrgenommene Überlieferung wurde in den vergangenen Jahren in Kooperation zwischen Prof. Dr. Susanne Rau von der Universität Erfurt und der Sammlung Perthes sowie dank der Förderung der Universität Erfurt und der Stiftung Mercator erschlossen. Prof. Dr. Susanne Rau, Inhaberin der Professur für Geschichte und Kulturen der Räume in der Neuzeit, Andreas Witting M.A., der das Findbuch des Nachlasses erarbeitet hat, Sven Ballenthin und Dr. Petra Weigel werden in der Abendveranstaltung über die Erschließungsarbeiten berichten und Spitzenstücke des Nachlasses vorstellen.

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Christoph Carl Heinrich Spruner

3 | 2014: 24. September 2014 – Der Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 aus Perspektive des Perthes-Verlages

Die Reihe „Perthes im Gespräch“ der Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt thematisiert am Mittwoch, 24. September, den Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 aus der Perspektive des Verlages Justus Perthes. Alle Interessierten sind zur Veranstaltung herzlich eingeladen, Beginn ist um 18.15 Uhr im Herzog-Ernst-Kabinett der Forschungsbibliothek, der Eintritt ist frei.

Der Beginn des Ersten Weltkrieges im Sommer 1914 bedeutete auch für den Gothaer Kartenverlag Justus Perthes, sowohl für die Unternehmerfamilie Perthes als auch für die Verlagsmitarbeiter, einen tiefen Einschnitt. Unter dem Titel „Perthes 1914“ werden Sven Ballenthin, Oliver Kann (M.A.) und Dr. Petra Weigel anhand von drei biografischen Skizzen Einblicke in das Jahr 1914 geben. Im Mittelpunkt stehen originale lebensgeschichtliche Zeugnisse von Hermann Haack, der als Mitarbeiter des Verlages gleich zu Beginn des Krieges eingezogen wurde, von Hermann Wagner, der seine kartografische Arbeit unter allerlei Mühen im Verlag fortsetzte, und von Gottfried Perthes, dem jüngsten Sohn der Verlegerfamilie, der nur wenige Monate nach Kriegsbeginn an der Ostfront gefallen ist. Anhand dieser ausgewählten Quellen spiegeln sich symptomatisch Zustände, Wirklichkeiten, Lebenslagen einer Zeit, die dem Jahrhundert unverkennbar seinen Stempel aufdrückte.

haack1914Hermann Haack (Mitte) 1914

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