Bruno Hassenstein lockt fast 3.600 Besucher

Die „Gothaer Kartenwochen“, die von der Forschungsbibliothek Gotha und dem Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt veranstaltet werden, waren auch in ihrem 7. Jahr wieder erfolgreich. Fast 3.600 Gäste besuchten die Ausstellung und die Veranstaltungsreihe. Die „Gothaer Kartenwochen“ machen seit 2010 die Öffentlichkeit mit den Schätzen der Sammlung Perthes bekannt. Diese wurde 2003 vom Freistaat Thüringen mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder erworbenen und wird von der Forschungsbibliothek betreut.

In diesem Jahr hatten die Besucher der Kartenwochen die Gelegenheit, die Werkstätte der Kartografie des 19. Jahrhunderts zu betreten und mit Bruno Hassenstein einen bedeutenden, aber weitgehend vergessenen Kartografen des Perthes Verlages kennenzulernen. In sieben, die Ausstellung begleitenden Veranstaltungen wurde das Thema aufgegriffen und unter verschiedenen Perspektiven vertieft. Im Mittelpunkt standen Bruno Hassensteins Atlas von Japan, eine Lesung aus ausgewählten Arbeits- und Lebenszeugnissen Hassensteins, das Wirken Kaiser Wilhelms II. als „technischer Revolutionär“ und Archäologe, die Rezeption insbesondere des Stieler Hand-Atlas in der französischen Atlas-Kartografie, das Projekt der Schweizer Dufourkarte und die Arbeitsweisen der Kartografen des 19. Jahrhunderts. „Ein Höhepunkt war für mich die Lesung mit Jürgen Goldstein, die die Forschungsbibliothek Gotha gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen veranstaltet haben“, sagt Dr. Petra Weigel, Referentin der Sammlung Perthes in der Forschungsbibliothek Gotha. Goldstein las aus seinem Porträt „Georg Forster. Zwischen Freiheit und Naturgewalt“, das mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2016 in der Kategorie „Sachbuch“ ausgezeichnet wurde. Unterstützt wurden die 7. „Gothaer Kartenwochen“ von der Kulturstiftung der Länder (KSL), der Stiftung Schloss Friedenstein, dem Freundeskreis der Forschungsbibliothek Gotha e.V. und Stephan Justus Perthes.

Auch im nächsten Jahr wird die Veranstaltungsreihe fortgesetzt. Die Organisatorinnen, Dr. Petra Weigel und Prof. Dr. Iris Schröder vom Forschungszentrum Gotha, werden sich in enger Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Wolbert Schmidt von der Universität Mekelle/Äthiopien einem der spannendsten Kapitel der Geschichte der Gothaer Sammlung zuwenden. Unter dem Titel „Äthiopien in Gotha“ werden die 8. „Gothaer Kartenwochen“ die vielfältigen Zeugnisse in den Blick nehmen, die seit dem 17. Jahrhundert die Sammlungen der Gothaer Herzöge und ab 1800 dann auch die Sammlung Perthes mit Äthiopien verbinden.

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