Perthes im Gespräch – Geograph, Afrikaforscher und Publizist: Der Nachlass Otto Kerstens

Die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt lädt am Mittwoch, 1. Februar 2017, zur nächsten Veranstaltung in der Reihe „Perthes im Gespräch“ ein. Sie findet im Perthes Forum im Ahnensaal statt. Beginn ist um 18:15 Uhr, der Eintritt ist frei.

Wichtiger Hinweis: Die Veranstaltung wurde bereits für den 14. Dezember 2016 angekündigt und fiel krankheitsbedingt aus.

Porträt Otto Kersten, in: Globus 78 (1900), S. 386 © Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt

Porträt Otto Kersten, in: Globus 78 (1900), S. 386
© Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt

Zu diesem Thema ist das aktuelle Fundstück Nr. 16 erschienen:  Geograph, Afrikaforscher und Publizist – Der Teilnachlass Otto Kersten in der Sammlung Perthes Gotha

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Neues Buch zum Perthesforum erschienen

Oberbürgermeister Knut Kreuch hat anlässlich des ersten Jahrestages der Eröffnung des PERTHESFORUMs einen neuen Band stadthistorischer Veröffentlichungen der Stadtverwaltung präsentiert. „Das PERTHESFORUM Gotha“ dokumentiert mit Artikeln von Knut Kreuch, Lutz Schilling, Dr. Petra Weigel, Sabine Jeschke und Kersten Hollunder das Wachsen und Werden dieses Bauprojektes der Stadt Gotha und die neuen Arbeitsbedingungen jener drei Einrichtungen, die vor Jahresfrist mit Sammlungen und Werkstätten vom Schloss Friedenstein in die Justus-Perthes-Straße gezogen sind. Darüber hinaus werden die rund achtzig beteiligten Baufirmen aufgeführt.

perthesbuch
Das PERTHESFORUM Gotha wurde mit einer Gesamtnutzfläche von 11.000 m² am 6. November 2015 feierlich eröffnet. Die Stiftung Schloss Friedenstein, das Thüringische Staatsarchiv und die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt arbeiten seitdem an jenem Standort, der zwischen 2012 und 2015 als Thüringens größte Kulturbaustelle Furore machte. Insgesamt wurden in die Sanierung und den Umbau des Gebäudes rund 18,2 Millionen Euro investiert.

Die 60-seitige Publikation „Das PERTHESFORUM Gotha“ wurde vom Druckmedienzentrum Gotha gesetzt und gedruckt. Besonderer Dank gilt zahlreichen Firmen und privaten Spendern, die sich an der Finanzierung des Bandes beteiligten. Das Buch ist zum Preis von 14,90 Euro im „Gotha-adelt-Laden“ am Hauptmarkt und im Gothaer Buchhandel erhältlich. Die ISBN lautet: 978-3-939182-90-0.

Nach: Pressemitteilung der Stadt Gotha vom 1. Dezember 2016

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Mit vielen Kalendertürchen durch den Advent

Auch in diesem Jahr ist die Sammlung Perthes mit verschiedenen Kalendertürchen beim Weihnachtskalender der Universität Erfurt vertreten. Die Texte wurden von den Mitarbeitern der Sammlung Perthes verfasst und orientieren sich am Rahmenthema „Meere und Ozeane“. Viel Spaß beim Lesen!

18Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sammlung Perthes bedanken sich  für das vielfältige Interesse zu den Veranstaltungen, für die zahlreichen Anfragen zu Karten- und Archivnutzungen sowie Buchbestellungen. Wir wünschen schöne Weihnachten sowie ein gesundes Jahr 2017.

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Bruno Hassenstein lockt fast 3.600 Besucher

Die „Gothaer Kartenwochen“, die von der Forschungsbibliothek Gotha und dem Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt veranstaltet werden, waren auch in ihrem 7. Jahr wieder erfolgreich. Fast 3.600 Gäste besuchten die Ausstellung und die Veranstaltungsreihe. Die „Gothaer Kartenwochen“ machen seit 2010 die Öffentlichkeit mit den Schätzen der Sammlung Perthes bekannt. Diese wurde 2003 vom Freistaat Thüringen mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder erworbenen und wird von der Forschungsbibliothek betreut.

In diesem Jahr hatten die Besucher der Kartenwochen die Gelegenheit, die Werkstätte der Kartografie des 19. Jahrhunderts zu betreten und mit Bruno Hassenstein einen bedeutenden, aber weitgehend vergessenen Kartografen des Perthes Verlages kennenzulernen. In sieben, die Ausstellung begleitenden Veranstaltungen wurde das Thema aufgegriffen und unter verschiedenen Perspektiven vertieft. Im Mittelpunkt standen Bruno Hassensteins Atlas von Japan, eine Lesung aus ausgewählten Arbeits- und Lebenszeugnissen Hassensteins, das Wirken Kaiser Wilhelms II. als „technischer Revolutionär“ und Archäologe, die Rezeption insbesondere des Stieler Hand-Atlas in der französischen Atlas-Kartografie, das Projekt der Schweizer Dufourkarte und die Arbeitsweisen der Kartografen des 19. Jahrhunderts. „Ein Höhepunkt war für mich die Lesung mit Jürgen Goldstein, die die Forschungsbibliothek Gotha gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen veranstaltet haben“, sagt Dr. Petra Weigel, Referentin der Sammlung Perthes in der Forschungsbibliothek Gotha. Goldstein las aus seinem Porträt „Georg Forster. Zwischen Freiheit und Naturgewalt“, das mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2016 in der Kategorie „Sachbuch“ ausgezeichnet wurde. Unterstützt wurden die 7. „Gothaer Kartenwochen“ von der Kulturstiftung der Länder (KSL), der Stiftung Schloss Friedenstein, dem Freundeskreis der Forschungsbibliothek Gotha e.V. und Stephan Justus Perthes.

Auch im nächsten Jahr wird die Veranstaltungsreihe fortgesetzt. Die Organisatorinnen, Dr. Petra Weigel und Prof. Dr. Iris Schröder vom Forschungszentrum Gotha, werden sich in enger Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Wolbert Schmidt von der Universität Mekelle/Äthiopien einem der spannendsten Kapitel der Geschichte der Gothaer Sammlung zuwenden. Unter dem Titel „Äthiopien in Gotha“ werden die 8. „Gothaer Kartenwochen“ die vielfältigen Zeugnisse in den Blick nehmen, die seit dem 17. Jahrhundert die Sammlungen der Gothaer Herzöge und ab 1800 dann auch die Sammlung Perthes mit Äthiopien verbinden.

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Kartenberge und die Kunst der Präzision – Vortrag im Rahmen der Kartenwochen

„Kartenberge und die Kunst der Präzision. Das Beispiel der Dufourkarte“ lautet der Vortragstitel von Prof. Dr. Daniel Speich Chassé (Luzern) am Mittwoch, den 16. November 2016, im Rahmen der 7. Gothaer Kartenwochen auf Schloss Friedenstein. Die Kartenwochen werden gemeinsam von Forschungsbibliothek und Forschungszentrum Gotha veranstaltet. Beginn ist um 18:15 Uhr im Spiegelsaal der Forschungsbibliothek, der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.
Der Vortrag untersucht den Wandel des Raumes und der Raumwahrnehmung in der Schweiz im 19. Jahrhundert. Als Kristallisationspunkt hierfür dient das Projekt der ersten amtlichen Vermessung der Schweiz, das zwischen den 1830er- und den 1860er-Jahren unter der Leitung von Guillaume-Henri Dufour durchgeführt wurde. Erstens wird nach der territorialstaatlich-politischen Dimension der Kartographie gefragt. Das Kartenbild des Landes ist im 19. Jahrhundert zu einem Symbolbild des Staatswesens Schweiz geworden. Zweitens geht es um die Bezüge des Vermessungsvorhabens zur ästhetischen Landschaftswahrnehmung. Von der Romantik her wurde die „wilde“ Alpenlandschaft überhöht. Spuren dieser ästhetischen Zugangsweise finden sich in technischen Details der Kartographie, namentlich im Versuch, das Gelände möglichst plastisch darzustellen. Und drittens wird die Bedeutung des Kartenwerks für die technisch-infrastrukturelle Erschließung des Raumes und für dessen Homogenisierung erörtert.

Topographische Karte der Schweiz, 1:100.000 (Dufourkarte), 1845–1864, Blatt XVII, 1863, mit handschriftlichen Einträgen von August Petermann, Sammlung Perthes Kartensammlung. © Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt

Topographische Karte der Schweiz, 1:100.000 (Dufourkarte), 1845–1864, Blatt XVII, 1863, mit handschriftlichen Einträgen von August Petermann, Sammlung Perthes Kartensammlung.
© Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt

Zum Referenten
Daniel Speich Chassé ist Professor für Neueste Geschichte an der Universität Luzern. Er beschäftigt sich mit Wirtschaftsgeschichte, Umweltgeschichte und Globalgeschichte. Sein Hauptinteresse gilt der Bedeutung von Wissen im staatlichen Handeln. Zentrale Publikationen sind „Topografien der Nation“ (2002, mit D. Gugerli) und „Die Erfindung des Bruttosozialprodukts“ (2013) zur Geschichte der globalen Wirtschaftsstatistik.

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Wilhelm II. und die Wissenschaft – Vortrag im Rahmen der Kartenwochen

Am Mittwoch, 26. Oktober 2016, wird Matthias Steinbach im Rahmen der 7. Gothaer Kartenwochen über „Wilhelm II. und die Wissenschaft. Der Kaiser als ‚technischer Revolutionär‘ und Archäologe“ sprechen.
Der Vortrag geht zunächst auf den Bildungsgang Wilhelms II. ein, der die Grundlagen für dessen spätere Interessenvielfalt zwischen Technikbegeisterung und der Beschäftigung mit historischen Fragestellungen legte. Als „wissenschaftlichem Dilettanten mit Sinn für Exkursion und Exploration“ ging es dem Monarchen stets um unmittelbaren Nutzen von Forschung und Wissenschaft, was insbesondere den Technischen Hochschulen und ihrer Anerkennung zu Gute kam. Von ihnen erwartete der Kaiser dafür pragmatische Angebote zur Lösung der sozialen Frage. Die mit Wilhelm persönlich verbundenen Forscher, darunter prominente Figuren wie Leo Frobenius oder Wilhelm Dörpfeld, waren in der Regel Randfiguren und Kritiker ihrer Zunft. Als passionierter Archäologe besaß Wilhelm auch nach seiner Abdankung eine erhebliche Anziehungskraft auf Gelehrte verschiedener historischer Fachrichtungen und wurde publizistisch tätig.

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Wilhelm II. als Student in Bonn 1877

Der Vortrag findet ab 18.15 Uhr im Spiegelsaal der Forschungsbibliothek Gotha statt. Der Eintritt ist frei. Der Freundeskreis der Forschungsbibliothek Gotha e.V. lädt anschließend zu einem Empfang ein.

Zum Referenten

Matthias Steinbach ist seit 2007 Professor für Geschichte und Geschichtsdidaktik an der TU Braunschweig. Seine Forschungs- und Lehrschwerpunkte liegen auf der deutschen Geschichte vom 18. bis zum 20. Jahrhundert und hier insbesondere auf der Universitäts- und Bildungsgeschichte, der Militärgeschichte, der politischen Ideengeschichte sowie der Geschichtsvermittlung. Zuletzt hat er den Sammelband „Prüfstein Marx. Zu Edition und Rezeption eines Klassikers“ (2013) und die kritisch kommentierte Edition der Tagebücher des Historikers Alexander Cartellieri (2014) vorgelegt.

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Wichtiger Hinweis zu einer Programmänderung

Die im Rahmen der 7. „Gothaer Kartenwochen“ für den 13. November 2016 angekündigte Filmpremiere muss leider auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Kartenreservierungen behalten ihre Gültigkeit. Weitere Informationen werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Das Programm der Kartenwochen und der Flyer wurden entsprechend überarbeitetet – wir bitten um freundliche Beachtung.

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